Arbeitskreis Geschichte der SPD Hamburg

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Wegweiser zu den Stätten von Verfolgung und sozialdemokratischem Widerstand in Hamburg
Teil I: Die innere Stadt (Download als PDF)

Gedenkbuch A-B, C-D, E-F, G-H, I-J, K-L. M-O, P-R, S, T-Z (jeweils PDF-Format)

Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS)

Hamburg lag noch in Trümmern, als kurz nach Kriegsende diejenigen Sozialdemokraten, welche die Gefängnisse und Konzentrationslager der Nazis überlebt hatten, sich zusammenschlossen, um die Erinnerung an die Frauen und Männer wachzuhalten, die dem Terrorsystem trotzten. Nun ging es darum, eine Demokratie aufzubauen und mit Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit dafür zu sorgen, dass nie wieder eine Diktatur in Deutschland entstehen könnte. Wenige Jahre später mussten sie auch an die Leiden und Opfer derjenigen Sozialdemokraten erinnern, die im Widerstand gegen das kommunistische System verhaftet wurden oder gar ihr Leben ließen.

Die Arbeitsgemeinschaft erinnert daher mit Veranstaltungen, Publikationen und Zeitzeugenberichten an

  • die Verbrechen der Nazigewalt in Deutschland und Europa und die Unterdrückung der Bevölkerung der früheren DDR durch das SED-Regime
  • die Opfer von Widerstand
  • die Wiedergutmachung für Opfer

und ebenso gehört dazu, sich für Gedenk- und Erinnerungsstätten einzusetzen, Minderheiten und Verfolgte zu schützen und sich für die freiheitliche Demokratie zu engagieren. Noch immer bilden ehemals Verfolgte, ihre Kinder oder ihre Freunde das Rückgrat der Arbeitsgemeinschaft, aber sie werden älter und heißen jedes Parteimitglied willkommen, das mitarbeiten möchte.

Die AvS führt drei bis viermal im Jahr - teils mit Kooperationspartnern -Veranstaltungen durch, und freut sich über Gäste! Besonders wird auch auf die Lesungen und Vorträge „Dienstags in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel“ (Tel. 428 96 512 Außenstelle der KZ-Gedenkstätte Neuengamme) hingewiesen.

Informationen über Termine von Veranstaltungen des AvS: SPD-Landesorganisation Tel. 280 84 80

Der Arbeitskreis Geschichte der Hamburger SPD

Seit November 2000 engagieren sich im Arbeitskreis Geschichte Menschen mit Interesse an historischen Fragen. Wir forschen, diskutieren und informieren über die Geschichte der Hamburger Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit war bislang das Projekt "Verfolgung und Widerstand Hamburger Sozialdemokraten während des Nationalsozialismus". Wir haben möglichst viele Namen verfolgter Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ermittelt. Wir haben ihre Biografien nachgezeichnet und die erhaltenen Angaben in einem Gedenkbuch dargestellt.

Die SPD-Landesorganisation Hamburg war der erste regionale SPD-Verband, der die Idee Hans-Jochen Vogels aus dem Jahr 1995 in die Tat umgesetzt hat, ein solches Erinnerungsbuch für verfolgte Sozialdemokraten anzulegen. Über zweieinhalb Jahre lang haben der Arbeitskreis Geschichte und die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten Zeitzeugen interviewt, in Archiven recherchiert sowie Daten und Fakten zusammengetragen. Das Gedenkbuch mit dem Titel "Für Freiheit und Demokratie - Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung und Widerstand 1933 - 1945" fasst auf 472 Seiten die Ergebnisse dieser Arbeit zusammen. Über 1500 Namen verfolgter Hamburger SPD-Mitglieder und ihre biografischen Angaben konnten ermittelt werden.

Wer uns kennen lernen möchte oder Fragen und Hinweise zu unserer Arbeit hat, meldet sich bei Sylvia.Mittelstaedt_LO-Hamburg@SPD.de oder bei Christel.Oldenburg@Hamburg.de.